Bargeld spielt in Schweden eine immer kleinere Rolle

schwedisches Bargeld fünf Kronen Schein

Schweden verabschiedet sich mehr und mehr vom Bargeld zurück. Dafür boomen die Kartenzahlungen und Mobile Payment Apps. Einer neuen Studie zufolge ist das Land auf dem besten Weg, das Bargeld bis 2023 vollständig hinter sich zu lassen. Gleichzeitig gehen die Einzelhändler aber auch davon ausgehen, dass sie Bargeld noch ein paar Jahre später akzeptieren werden.

Dieser Artikel wurde im Englischen auf futurism.com veröffentlicht.

Auf s-website.de sind bereits weitere Beiträge über bargeldlose Zahlungen und zum schwedischen Bezahldienst Swish erschienen.




Bargeld auf dem Rückzug

Haben Sie bemerkt, dass Sie im Laufe der Jahre Ihre Karten oder Mobile Pay Apps viel häufiger als Bargeld benutzen? Sie sind damit nicht allein, und dieser Trend hat in anderen Ländern der Welt zugenommen. In China beispielsweise ist das Bargeld schnell am Ende, im letzten Jahr verdoppelte sich das mobile Bezahlen. Auch Schweden hat in den letzten Jahren immer schneller auf Münzen und Scheine verzichtet, und Experten sagen voraus, dass es nur eine kurze Zeitspanne ist, bis das Land völlig bargeldlos ist.

Tatsächlich kann Schweden in wenigen Jahren vollständig digital sein, wenn man den Forschern Niklas Arvidsson von der KTH und Jonas Hedman von der Copenhagen School of Economics glaubt. Nach Schätzungen des Paares wird das Bargeld frühestens 2023 von schwedischen Einzelhändlern nicht mehr verwendet oder akzeptiert.

Umfragen bei verschiedenen schwedischen Einzelhändlern ergaben, dass etwa die Hälfte der Befragten bis 2025 nicht mehr Bargeld akzeptieren. Derzeit akzeptieren 97 Prozent aller Händler Bargeldzahlungen, aber nur 18 Prozent aller Bezahlvorgänge werden mit Bargeld abgewickelt.

Einzug der Bezahl-Apps und Kartenzahlungen

Interessanterweise sind die Leistungen des mobilen Bezahlens eher schlecht. Kredit- und Debitkarten sind die primäre Zahlungsmethode, nur 0,4 Prozent davon entfallen auf mobile Bezahl-Apps. Es ist unklar, warum nur eine kleine Anzahl von Menschen sie zu gebrauchen scheint; es könnte eine Frage der Bequemlichkeit, des Vertrauens oder einfach des Wissens sein. Laut Arvidsson sind die Leute in der Regel damit einverstanden, digital zu zahlen, auch wenn sie nie sehen, dass das Geld ihre Hände verlässt.

Wir sind ein kleines Land, das seit langem eine sehr stabile Demokratie hat ", sagte Arvidsson. "Für uns ist es kein Problem, dass das Geld nur auf einer Internetseite sichtbar ist - wir vertrauen ihm."

Die Verbraucher erleichtern den Wechsel weitgehend, aber auch die Banken haben ihren Teil dazu beigetragen, die Menschen von Münzen oder Scheinen abzuhalten, weil sie das Risiko von Raubüberfällen verringern wollen. Die Einzelhändler teilen diese Meinung.

Dieser Artikel erschien im Englischen auf nbcnews.com/mach

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