Swish – das schwedische mobile Zahlungssystem

swish, das mobile Bezahlsystem

    Swish ist ein bisher ausschließlich in Schweden etablierte mobile Zahlungssystem. Die Banken DanskeBank, Handelsbanken, Länsförsäkring, Nordea, S|E|B und Swedbanken gründeten Swish 2012. Seit 2016 ist die Hälfte der schwedischen Bevölkerung als Nutzer registriert (5 Millionen im November 2016). Ein Großteil der registrierten Nutzer wenden Swish regelmäßig an.

    Der Hauptnutzen liegt beim Geldtransfer zwischen Privatpersonen. Swish wird aber auch von Non-Profit-Organisationen für Spenden und Kleinunternehmen für den Verkauf genutzt. Im Januar 2017 wurde das System um Internet-Shopping erweitert.

    Wie funktioniert das mobile Zahlungssystem für den User?

    Das Frontend bildet eine Smartphone App. Eine Mobiltelefonnummer oder eine bestimmte Swish-Nummer (auf Wunsch vergeben) wird als einzige Empfängerreferenz bei der Registrierung einer Transaktion verwendet, und die Verbindung zwischen der Nummer und der tatsächlichen Kontonummer wird in der Bank des Empfängers registriert. Hat der Empfänger ein Telefon mit der Swish App, wird innerhalb weniger Sekunden eine Benachrichtigung angezeigt. Der Höchstbetrag variiert je nach Bank, beträgt aber oft 10.000 SEK, die erhöht werden können.

    Die sichere Benutzeridentifizierung beim Geldtransfer erfolgt durch eine elektronische Identifikationsmethode, die ebenfalls auf einer Smartphone-Applikation namens Mobilt Bank-id („mobile bank ID“) basiert, die für verschiedene Dienste wie das Einloggen in Bankseiten, sowohl in einem Smartphone als auch in einem Desktopcomputer, verwendbar ist. Alle Benutzer benötigen ein schwedisches Bankkonto und Zugang zum Internetbanking.

    Technischer Hintergrund von Swish

    Das Backend ist ein von Bankgirot entwickeltes Überweisungssystem, das sofortige Überweisungen zwischen den Bankkonten ermöglicht. In der Regel dauert die Überweisung zwischen verschiedenen Banken einen Banktag.

    Wie viele andere mobile Bezahlsysteme hat es das Problem, dass die Nutzer sich erst registrieren und die App erhalten müssen, bevor sie das System nutzen können. Es gelang ihr, eine kritische Masse zu erreichen, und auch die Menschen, die sich widerstrebend zurückhielten, haben damit begonnen. Ab 2016 ist es möglich, sich in den meisten Smartphone-Anwendungen der Bank schnell für den Empfang zu registrieren, ohne dass der Chipkartenleser mit Tastatur benötigt wird.

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